Zusammenhalten schafft ZukunftRückblick auf den ASB NRW-Jahresempfang 2026

Gruppenevent mit vielen Menschen, Blumensträußen und gelber Hintergrundwand mit ASB-Logo. Bühne und Holzfußboden.

Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Hilfsorganisationen und Verbänden kamen am 7. März im Düsseldorfer Kunstpalast zusammen. Der Anlass: der Jahresempfang des ASB NRW unter dem Motto „Zusammenhalten". Ein Leitmotiv, das an diesem Nachmittag mehr wurde als nur Worte auf einer Einladung.

Zusammenhalten als Kern der Verbandsarbeit

Lisa-Kristin Kapteinat, Landesvorsitzende des ASB NRW, eröffnete den Jahresempfang gemeinsam mit ASB NRW Präsident Prof. Dr. Michael Stricker und machte gleich zu Beginn klar, worum es wirklich geht: „Zusammenhalten ist kein dekoratives Motto, sondern der Kern unserer täglichen Arbeit. Gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig Orte sind, an denen Menschen Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen."

Doch bevor die großen Reden kamen, sorgte Anissa Loucif für den richtigen Auftakt an diesem Samstagvormittag. Die Stand-Up-Comedian und Ärztin brachte mit ihrem Kick-Off den Saal zum Lachen und schaffte es gleichzeitig, das Thema des Tages auf ihre ganz eigene Art greifbar zu machen. Mit scharfem Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie nahm sie den Alltag im Gesundheitswesen aufs Korn und zeigte, wie viel Menschlichkeit und Zusammenhalt es braucht, um diesen Alltag zu meistern. Ihr Auftritt war eine Erinnerung daran, dass hinter jeder professionellen Fassade Menschen stehen, die auch mal schmunzeln dürfen. Die Stimmung im Saal war gelöst, die Gäste bereit für das, was kam.

Lisa-Kristin Kapteinat sprach anschließend über das Verbandsentwicklungsprojekt „Menschenschätze" und die aktuelle Jugendstudie des ASB, die gemeinsam mit dem Kölner rheingold Institut entstanden ist. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur um Zahlen und Strukturen geht, sondern um etwas Grundsätzliches: „Unsere wichtigste Ressource sind die Menschen im Hauptamt, im Ehrenamt und in unserer Jugendarbeit. Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht gute Rahmenbedingungen, echte Beteiligung und eine Kultur der Wertschätzung. Zusammenhalten heißt Mitgestaltung."

Ihr Appell richtete sich besonders an die junge Generation, die im Saal vertreten war und am Stand der Arbeiter-Samariter-Jugend aktiv mitgewirkt hat: „Jugend will nicht nur zuschauen, sondern mitentscheiden. Das ist eine große Chance für unseren Verband und unsere Gesellschaft." Es war spürbar, dass hier nicht über junge Menschen geredet wurde, sondern mit ihnen und für sie.

Bedeutung des Engagements in Krisenzeiten

Landtagspräsident André Kuper griff das Motto in seiner Keynote auf und würdigte die unverzichtbare Rolle der Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen. Seine Botschaft war klar: Gerade in Zeiten multipler Krisen ist das Engagement von Ehren- und Hauptamtlichen ein tragendes Fundament für eine solidarische und funktionsfähige Gesellschaft. Es waren Worte der Anerkennung, die im Saal nachklangen und die viele der Anwesenden direkt berührten.

Landesgeschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink unterstrich diese Perspektive und brachte es auf eine einfache, aber kraftvolle Formel: „Soziale Infrastruktur ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Sicherheit und Teilhabe. Wenn wir über Katastrophenschutz, Pflege oder soziale Dienste sprechen, sprechen wir immer auch über den Zustand unseres gesellschaftlichen Zusammenhaltens." Es ging an diesem Tag nicht um abstrakte Politik, sondern um konkrete Verantwortung.

Einblicke in moderne Hilfeleistungen

Schon vor dem offiziellen Programm gab es im Ehrenhof des Kunstpalasts etwas zu entdecken: Einsatzfahrzeuge und Spezialangebote aus verschiedenen ASB-Verbänden in NRW standen bereit und luden zum Austausch ein. Vom Hebammenmobil über einen modernen Krankentransportwagen bis hin zu einem wendigen Einsatzmotorrad für den Zivilschutz, konnten die Besucher:innen einen kleinen Eindruck davon gewinnen, was der ASB leistet, wenn es darauf ankommt. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sich Technik erklären zu lassen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die jeden Tag zuverlässig mit diesen Fahrzeugen zur Verfügung stehen.

Im Robert-Schumann-Saal präsentierten die ASB-Verbände dann die übergreifenden Themen, die uns alle betreffen und die Zukunft gestalten werden.

Bevölkerungsschutz und Nachhaltigkeit – Gemeinsam für Resilienz

Das Referat für Diversität und Nachhaltigkeit und das Referat Nationaler Bevölkerungsschutz hatten einen gemeinsamen Stand aufgebaut, der zwei Themen miteinander verband, die auf den ersten Blick getrennt erscheinen mögen, aber eng zusammengehören: Wie gehen wir mit den Folgen des Klimawandels um? Extreme Wetterereignisse nehmen zu, die kritische Infrastruktur gerät unter Druck. Der ASB versteht sich dabei in einer doppelten Rolle: als Helfer von Menschen in Notsituationen und als Ansprechpartner für Entscheider:innen in Kommunen, Politik und Wirtschaft.

Am Stand gab es konkrete Informationen zu Engagementmöglichkeiten im Bevölkerungsschutz, zu den Nachhaltigkeitsprinzipien des ASB und zum Selbstschutzguide des Innenministeriums NRW. Die Botschaft war eindeutig und wurde in vielen Gesprächen immer wieder deutlich: Nur durch solidarisches Handeln und eigenverantwortliche Vorsorge entsteht die Resilienz, die unsere Gesellschaft in Krisen braucht. Es geht darum, vorbereitet zu sein und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Hebammenprojekte – Mehrsprachige Kampagne

Der ASB NRW will Frauen und ihre Familien rund um Schwangerschaft, Wochenbett und Stillen besser erreichen – wirklich alle Frauen. Dafür wurde die „Mehrsprachige Kampagne" entwickelt, die sich gezielt an Frauen mit Sprachbarrieren, aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen sowie an Frauen mit sozialer Benachteiligung richtet. Die Kampagne macht sichtbar, was viele nicht wissen: Hebammenleistungen sind auch für alle gesetzlich Versicherten kostenfrei und jede Frau hat Anspruch auf Unterstützung.

Herzstück der Kampagne ist eine Website mit wichtigen Informationen und einem Erklärvideo in neun Sprachen. Über Großflächen-Plakate, Werbeschaltungen auf dem Handy und in den Social-Media-Kanälen erreicht die Kampagne Frauen im Alltag, unterwegs und im direkten Umfeld. Die Ansprache ist bewusst direkt und persönlich gewählt: „Wir finden deine Hebamme. Wir helfen jeder Frau." Es ist eine Einladung, sich, ohne Hemmungen und ohne Barrieren, Unterstützung zu holen.

Menschenschätze – Du im ASB

Am Stand „Du im ASB" wurde das Verbandsentwicklungsprojekt „Menschenschätze und Menschen schätzen" greifbar und erlebbar. Hier ging es um das, worum es beim ASB wirklich geht: Menschen, die in ihrer Arbeit einen Sinn sehen und Teil einer starken, vielfältigen Gemeinschaft werden möchten. Die gemeinsam für alle Verbände in NRW erstellte Arbeitgeberbroschüre „Du im ASB" schafft eine Verbindung zwischen Mitarbeiter:innen und dem ASB als Arbeitgeber. Mitarbeiter:innen berichten darin über ihren ganz persönlichen Weg zum ASB und darüber, was sie an ihrer Arbeit glücklich macht.

Die Fotobox-Aktion lud die Gäste ein, selbst aktiv zu werden und Teil dieser Gemeinschaft zu werden: vom „Du im ASB" zum „Ich im ASB". Viele nutzten die Gelegenheit, hielten inne, posierten und nahmen ein kleines Stück ASB-Gefühl mit nach Hause. Beim ASB finden Menschen mehr als 100 Wege, anderen zu helfen. Hier trifft Herz auf Haltung, und hier entwickeln Menschen nicht nur ihre Fähigkeiten weiter, sondern finden eine Aufgabe, die wirklich zählt.

Postkarten-Aktion und Jugendarbeit

Das Referat Fundraising hatte eine ungewöhnliche Idee mitgebracht: eine Postkarten-Aktion, die Zusammenhalten ganz persönlich werden ließ. Besucher:innen konnten handgeschriebene Grüße an andere, an Kolleg:innen, an sich selbst oder an Menschen, denen sie danken wollten, verschicken. In einer zunehmend digitalen Welt sind es genau solche kleinen analogen Gesten, die Aufmerksamkeit zeigen und Nähe schaffen. Viele Gäste nahmen sich Zeit, setzten sich hin und schrieben ein paar Zeilen. Es war ein ruhiger, fast meditativer Moment inmitten des lebendigen Empfangs.

Arbeiter-Samariter-Jugend

Die Arbeiter-Samariter-Jugend präsentierte sich als Ort, an dem junge Menschen Gesellschaft mitgestalten, Verantwortung übernehmen und eigene Talente in einer Gemeinschaft entdecken können, in der „Zusammenhalten" nicht nur ein Motto, sondern gelebter Alltag ist. Junge Engagierte standen Rede und Antwort, erzählten von ihren Erfahrungen und machten deutlich: Hier wird man gehört, hier kann man etwas bewegen.

Eindrücke vom Jahresempfang

ASB NRW-InnovationspreisAuszeichnung besonderer Projekte

Ein Höhepunkt des Jahresempfangs war die Verleihung des ASB NRW-Innovationspreises. Drei herausragende Initiativen wurden stellvertretend für die vielen engagierten Projekte gewürdigt, die den ASB in ganz Nordrhein-Westfalen ausmachen und prägen.

Zusammenhalten als gelebte PraxisEin Verband, der hält, was er verspricht

Der Jahresempfang 2026 hat eindrucksvoll gezeigt: „Zusammenhalten" ist für den ASB NRW keine Floskel, sondern gelebte Praxis. Ob im Katastrophenschutz, in sozialen Projekten oder in der Jugendarbeit, setzt der Verband überall auf Gemeinschaft, auf Menschen, die anpacken und auf eine starke Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen. Der ASB NRW ist und bleibt eine starke Stimme für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und innovative Lösungen, die wirklich etwas bewegen.

Mit seinen 20 Gliederungen, über 6.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen sowie 240.000 Mitgliedern ist der ASB NRW eine feste Größe im sozialen Sektor des Landes. Von der ambulanten und stationären Pflege über Katastrophenschutz und Rettungsdienste bis hin zur Betreuung von Kindern, Jugendlichen und geflüchteten Menschen bringt der ASB jeden Tag und in jeder Situation, Innovation und Zuverlässigkeit zusammen.

Einblicke aus der Fotobox

Vom „Du im ASB" zum „Ich im ASB". Unsere Fotobox-Aktion hat viele Gäste eingeladen, selbst Teil der ASB-Gemeinschaft zu werden. Hier sind die schönsten Schnappschüsse des Tages.

Videorückblick des ASB NRW Jahresempfangs 2026

Leuchtturmprojekte

Dr. Stefan Sandbrink Landesgeschäftsführer
Stefanie Könitz-Goes Referentin Projektentwicklung
Sabine Richards Referentin Fundraising
Florian Gehrig Referent Nationaler Bevölkerungsschutz
Frank Hoyer Leitung Referat Diversität und Nachhaltigkeit
Das Bild zeigt eine lächelnde Person mit schulterlangen, braunen Haaren. Sie trägt ein hellblaues Oberteil und hat grüne Ohrringe sowie eine goldene Halskette mit einem kleinen Anhänger. Der Hintergrund ist einfarbig weiß.
Juliane Hermes Referentin Geschäftsführung

Modern, vielfältig, attraktiv: Der ASB in NRW

Der ASB ist in ganz Nordrhein-Westfalen ein attraktiver Arbeitgeber und zuverlässiger Dienstleister für Menschen, die Unterstützung brauchen. Wir freuen uns über alle, die unser Engagement unterstützen. Herzlich willkommen!

Freie Stellen und Engagementfelder entdecken

Vier Personen stehen vor einer Backsteinmauer, zwei Männer und zwei Frauen in Arbeitskleidung.