ASB Herbalind setzt auf Vielfalt

Wo Inklusion so natürlich ist wie die Füllstoffe der hergestellten Kissen.

"Bei uns in Rhede arbeiten Menschen mit und ohne Einschränkungen erfolgreich zusammen. Unser Konzept, eine gemeinnützige Gesellschaft mit einem Markenprodukt zu etablieren, ist etwas Besonderes", sagt René Kloppenburg, Geschäftsführer der ASB Herbalind gGmbH.

Das Unternehmen Herbalind, mit Sitz im westfälischen Rhede, das verschiedene gefüllte Kissenarten herstellt, geht diesen Weg seit fast 20 Jahren. Seit April 2020 gehört es als gemeinnütziger Integrationsbetrieb zum ASB-Regionalverband Münsterland.

Der Geruch von Kirschkernen zieht durch die kleine Produktionshalle in Rhede. Hier sind Menschen mit fleißigen Händen im Einsatz. Sie schneiden Stoff exakt zu, bringen Kissen mit einer Nähmaschine in Form und füllen Kerne im Anschluss mit einer Maschine ab. Diese trägt sogar auf Initiative eines Mitarbeitenden einen Namen: „Sir Füll-a-lot“. Das verrät ein kleiner Aufkleber auf der Seite.

In den letzten Wochen gab es viel zu tun. Denn wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, steigt die Nachfrage nach den gemütlichen Helfern im Herbst und Winter: Kissen mit verschiedenen Füllungen wie Lavendel oder Zirbenholz werden tagtäglich in der westfälischen Kleinstadt angefertigt. Genutzt werden sie als Einschlafhilfe, zur Entspannung, für schmerzende Gelenke oder einfach als Dekoration.

Fast die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb hat eine Einschränkung. Dies liegt über dem Durchschnitt anderer Inklusionsbetriebe. Eine dauerhafte Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit zum Teil auch schweren Behinderungen war von Beginn an ein Ziel des 2002 gegründeten Unternehmens. Die Philosophie eines Inklusionsunternehmens hat Herbalind verinnerlicht, wie Betriebsleiterin Heike Flasche betont: „Es ist eine gesellschaftliche Verantwortung, in Inklusionsunternehmen zu investieren und Menschen die Chance zu geben, einem geregelten Arbeitsverhältnis nachzugehen.“

Die beeinträchtigten Beschäftigten sind in alle Bereiche der Produktionskette eingebunden – vom Zuschnitt über die Befüllung bis zum Versand der Kissen. Produktionsleiterin Silke Drewing ist stolz auf das gut abgestimmte Team und freut sich über das selbstverständliche Miteinander. Dass der Arbeiter-Samariter-Bund und Herbalind nicht einfach zufällig zusammengefunden haben, zeigt sich an den gemeinsamen Werten: ein gleichberechtigtes Zusammenarbeiten, gelebte Vielfalt und Inklusion – eine faire Chance für jede und jeden in unserer Gesellschaft.

ASB Münsterland-Geschäftsführer Dirk Winter setzt dabei auf die Vorbildfunktion, die Herbalind für den eigenen Verband und auch andere Unternehmen hat, damit Inklusion so natürlich wie der Duft von Kirschkernen wird. Mehr Informationen finden Sie unter www.herbalind.com

Tipp 1: Kirschkernkissen sind einfach und sicher in der Anwendung. Das Erwärmen in der Mikrowelle dauert nur wenige Minuten, im Backofen circa 20 Minuten und man genießt die wohltuende, kuschelige Wärmequelle. Bei Kälteanwendung und als Kältekompresse das Kissen für mindestens 45 Minuten in den Kühlschrank oder das Gefrierfach legen.

Tipp 2. Der Artikel ist dem aktuellen ASB Magazin Nr. 4-2020 entnommen. Das ganze Heft können Sie hier lesen. Gute Unterhaltung!

Autor*innen: Stefanie Könitz-Goes und Christopher Hunold

 

Ansprechpartner*in

Frank HoyerLeitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221 949707-21
hoyer(at)asb-nrw.de