Netzwerk "Vielfalt im ASB" Wir helfen hier und jetzt – und das ist auch gut so!

Seit 2016 gibt es das bundesweite LSBTI*-Netzwerk "Vielfalt im ASB". Interessierte sind herzlich eingeladen, sich hier inhaltlich und organisatorisch einzubringen.


Vielfalt ist bei uns gelebte Realität

Menschen unterschiedlicher geschlechtlicher und sexueller Identität bringen sich auf allen Ebenen des Arbeiter-SamariterBundes ein. Mit 50.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ist der Verband eine der großen Hilfsorganisationen in Deutschland. In ihm spiegelt sich die Vielfalt der gelebten Lebensentwürfe unserer Gesellschaft wider.

Das bundesweite LSBTI*-Netzwerk „Vielfalt im ASB“ macht diese Vielfalt sichtbar. Ins Leben gerufen wurde der Zusammenschluss im März 2016 vom ASB Landesverband NRW und dem ASB Regionalverband Mannheim/Rhein-Neckar. Bereits 2015 begannen die Vorarbeiten für das Gründungstreffen in Köln. Das Netzwerk wurde von der Verbandsbasis, von Mitarbeiter*innen, initiiert. Dies unterscheidet es von manch anderen Diversity-Netzwerken in Organisationen, die top-down, etwa als Teil von notwendigen Compliance-Bestimmungen in Unternehmen, implementiert wurden.

Alle Samariter*innen, egal welcher geschlechtlichen oder sexuellen Identität, können sich in das Netzwerk einbringen, organisatorisch wie inhaltlich. Das Netzwerk sieht sich als Teil eines Diversity-Prozesses im ASB. Auch den Bemühungen des LSBTI*-Netzwerkes ist es zu verdanken, dass im Jahr 2018 der ASB Deutschland einen umfassenden und bundesweiten Diversity-Management-Prozess auf den Weg gebracht hat (siehe unten).

Bei seinen regelmäßigen Treffen setzen sich die Netzwerker*innen Schwerpunktthemen, deren Ergebnisse sie dann über Multiplikator*innen und ihre Medien in den Verband tragen. Wichtige Ansatzpunkte sind dabei die Angebote und die Arbeitsstrukturen des Verbandes.

Das nächte LSBTI*-Netzwerktreffen „Vielfalt im ASB“ findet am 29. Mai 2020 als Videokonferenz statt. mehr

Aktuelle Informationen zum Netzwerk findet man auch auf Facebook und Instagram.

Aktuell: LSBTI* und Covid-19

Die Coronoa-Krise ist eine Herausforderung für uns alle. Wie sich Covid-19 auf das Leben von Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*) auswirkt, hat der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in einer Online-Übersicht mit Tipps, Hinweisen und Links zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten zusammengestellt. Ergänzungen oder Hinweise zur Übersicht kann man direkt an den LSVD-Pressespreche Markus Ulrich unter presse (at) lsvd.de senden.

Nachrichten rund um Vielfalt und LSBTI*

Rückblick auf das Frühjahrstreffen 2019 von „Vielfalt im ASB“

Das mittlerweile siebte bundesweite LSBTI-Netzwerktreffen „Vielfalt im ASB“ fand am 05. und 06. April 2019 im ASB Forum NRW in Köln statt. Dreißig Samariter*innen aus sechs ASB-Landesverbänden waren der Einladung gefolgt, um sich auszutauschen, zu informieren und zu vernetzen.

Zu Beginn der Veranstaltung hielt die stellvertretende Bundesvorsitzende des ASB Deutschland, Dr. Christine Theiss (Foto oben Mitte), ein Grußwort. Sie betonte, dass der von der 20. ASB-Bundeskonferenz einstimmig beschlossene, bundesweite und nachhaltige Diversity-Management-Prozess alle Verbandsebenen betreffe und ein partizipativer Prozess sei. Ein vielfältiger Verband wäre für sie eine Selbstverständlichkeit, so wie auch der gesamte Bundesvorstand geschlossenen hinter dem Diversity-Prozess stehe. Und Dr. Theiss machte deutlich, dass die in mehreren Jahren aufgebaute Expertise des Netzwerkes bei der Ausgestaltung des Prozesses gefragt wäre.

 

 

Die offizielle Begrüßung der Teilnehmenden erfolgte durch Renate Sallet (Foto oben links), stellvertretende Vorsitzende des ASB NRW e.V. Sie verwies darauf, dass – neben vielen anderen ASB-Projekten – gerade auch das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ für die moderne, aufgeschlossene und weltoffene Haltung des Verbandes stehe und zur verbandlichen Weiterentwicklung beitrage. Zudem hob sie den Antrag Demokratie und Solidarität leben und bewahren hervor, der auf der 20. ASB-Bundeskonferenz einstimmig beschlossen wurde und sich ohne Wenn und Aber gegen Rechtspopulismus und -extremismus ausspricht.

Anschließend würdigte Peter Schmid, stellvertretender Landesvorsitzender des ASB Baden-Württemberg e.V., in einer Video-Grußwort ebenfalls die Bedeutung des Netzwerkes für den ASB: Gemeinsam könne man viel bewegen, gerade auch, weil sich schon jetzt Samariterinnen und Samariter aus verschiedensten Regionen Deutschland im Netzwerk austauschten und vernetzten.

Strategien gegen Rechtspopulismus und -extremismus war eines der Schwerpunktthemen des Treffens. Unter dem Titel „Rechtspopulistische Agitation gegen LSBTI“ referierten Hans-Peter Killguss und Lenny Streit von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. Sie gaben einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im rechtsextremen Spektrum und ergänzten ihre Ausführungen mit Tipps zum Umgang mit Hetze und Hass, gerade auch in den Sozialen Medien.

Anschließend präsentierten Frank Hoyer, Leiter Presse- & Öffentlichkeitsarbeit ASB NRW e.V., und Solveig Velte, Referentin für Verbandsentwicklung ASB NRW e.V., Ideen für einen Prozessablauf und konkrete Maßnahmen für einen bundesweiten Diversity-Management-Prozess im ASB. Sie erläuterten die verschiedenen Diversity-Dimensionen und die Vorteile eines Vielfalts-Prozesses, der zum Beispiel große Chancen im Bereich der Personalentwicklung und der Weiterentwicklung von Dienstleistungen böte (siehe zum Beispiel auch www.charta-der-vielfalt.de). Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V. (Foto oben rechts), gab ergänzend Einblicke in das derzeitige Vorgehen bei der Umsetzung des Beschlusses.

Das Thema Vielfalt spielt auch in der Pflege eine zunehmende Rolle. Frank Kutscha und Eva Obernauer vom Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“, einem Arbeitsbereich des Netzwerkes Anders Altern in der Schwulenberatung Berlin, stellten das „Lebensort Vielfalt“-Qualitätssiegel vor. Die Auszeichnung erhalten Alten- und Pflegeeinrichtungen, die in struktureller, organisationspolitischer und personeller Hinsicht Voraussetzungen schaffen, sexuelle und geschlechtliche Minderheiten zu integrieren. Einrichtungen bekommen das Siegel, wenn sie sich nachweislich bemühen, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ihrer Bewohner*innen als wesentlichen Aspekt ihrer Persönlichkeit zu berücksichtigen. Mehr Informationen zum Siegel und eine Online-Checkliste für am Siegel interessierte Pflege-Einrichtungen findet man hier.

 

Während des Netzwerks wurde zudem vom Workshop zu "Chancen und Risiken der Digitalisierung für die informationelle Selbstbestimmung unter besonderer Berücksichtigung von vulnerablen Gruppen" berichtet. Die gemeinsame Veranstaltung von ASB NRW und dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) am 13. Dezember 2018 in Köln beschäftigte sich mit den Chancen, die Digitalisierung für Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Kunden bringen kann, aber auch mit den Risiken für die informationelle Selbstbestimmung – vor allem, wenn man dabei vulnerable Gruppen in den Fokus nimmt (mehr zum Workshop hier). Außerdem wurde beim Treffen auf die neu erschienene, umfangreich überarbeitete Neuauflage der Orientierungshilfe für Flüchtlinge zu „Gleichberechtigung von Menschen verschiedenen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ verwiesen (mehr dazu hier).

Die Veranstaltung endete mit einem Austausch über mögliche ASB-Aktivitäten zu verschiedenen Anlässen, etwa die CSD-Saison 2019, den Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie 2019 (IDAHOBIT) und den Deutschen-Diversity-Tag 2019. Teilnahmen an den CSD-Paraden sind bislang für Hannover (Samstag, den 08. Juni 2019), Köln (Sonntag, 07. Juli 2019 ) und Mannheim (Samstag, 10. August 2019) geplant. Verwiesen wurde in diesem Zusammenhang auch auf das CSD-Kit des Netzwerkes, das ASB-Verbänden bei einer Teilnahme an LSBTI-Veranstaltungen unterstützen kann.

„Beim Treffen wurden viele für unseren Verband und die Gesellschaft wichtige Themen angesprochen. Die Agenda des Netzwerktreffens `Vielfalt im ASB´ hat sich so wieder am Puls der Zeit gezeigt. Dafür ein herzliches Dankeschön an die Organistor*innen. Und auch ein großer Dank an die Teilnehmenden, die mit ihren engagierten Beiträgen wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.“, erklärte Renate Sallet am Ende der Veranstaltung.

Das Herbsttreffen „Vielfalt im ASB“ findet voraussichtlich im November 2019 statt; der genaue Termin und der Ort werden demnächst bekanntgegeben. Egal ob lesbisch, schwul, trans oder hetero, ob Frau oder Mann, ob ehren- oder hauptamtlich … die Organisatoren freuen sich über die Teilnahme von Samariterinnen und Samaritern aus Nah und Fern!

Für Rückfragen steht Frank Hoyer vom Organisationsteam unter der Telefonnummer 0221 949707-21 bzw. E-Mail hoyer (at) asb-nrw.de gerne zur Verfügung. Tipp: Viele Informationen und News zum Thema „ASB und LSBTI“ bzw. „ASB und Diversity“ findet man unter www.asb-queer.de, www.asb-vielfalt.de und auf der Facebook-Seite asbqueer.

Die Bezeichnung LSBTI steht für:
L = Lesben
S = Schwule
B = Bisexuelle
T = Trans
I = Intersexuelle
Das auch oft verwendete Sternchen * steht für die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten. Detailliertere Erläuterungen zur Vielfalt der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität findet man zum Beispiel hier
Foto: ASB NRW e.V.

Diversity-Prozess im ASB

Am 20. Oktober 2018 hat die 20. ASB-Bundeskonferenz in Warnemünde auf Antrag des ASB NRW e.V. einen umfassenden und bundesweiten Diversity-Prozess im Arbeiter-Samariter-Bund beschlossen. Beschluss nachlesen

Zudem wurde ebenfalls auf Initiative des ASB NRW e.V. die Resolution "Demokratie und Solidarität leben und bewahren" angenommen, in der sich der ASB gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus ausspricht. Direkt zur Resolution

ASB-Kit für CSD-Aktivitäten

In vielen Städten und Regionen werden jedes Jahr LSBTI*-Straßenfeste, Informationsveranstaltungen und CSD-Paraden durchgeführt. Schwule, Lesben und Trans* demonstrieren bei den CSD-Veranstaltungen für gleiche Rechte und Anerkennung. 

Der Arbeiter-Samariter-Bund ist bei den Events und Aktionen oftmals für den Sanitätsdienst zuständig. Zudem besteht für die ASB-Verbände auch die Möglichkeit, sich direkt an den Paraden und Festen zu beteiligen. In den vergagenen Jahren haben etwa der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar, der ASB Hannover-Stadt, der ASB Westhessen und der ASB NRW, in Kooperation mit der ASJ NRW, an CSD-Demonstrationen teilgenommen. Zu den Materialien

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