Gemeinsam für Nachhaltigkeit

Damit nachfolgende Generationen eine Chance haben, in einer weitestgehend intakten Umwelt zu leben, sind alle Menschen und alle Organsiationen aufgefordert, nachhaltig und ressourcenschonend zu handeln.

Der Arbeiter-Samariter-Bund sieht sich bei den Auswirkungen des Klimawandels als Helfer von Menschen in Notsituationen – etwa bei Überschwemmungen und bei Hitzeperioden – und als Ansprechpartner von Entscheider*innen in Kommunen, Politik und Wirtschaft. Genauso wichtig ist ihm ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Agieren. Hier einige Beispiele für das Engagement der Samariter*innen in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz:

Klima-Allianz Deutschland

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland ist Mitglied bei der Klima-Allianz Deutschland. Das Bündnis von 140 Organisationen fordert von der Bundesregierung eine gerechte Klimapolitik und warnt davor, ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen mit dem Hinweis auf sozialpolitische Versäumnisse zu unterlassen. Die Bundesregierung müsse die soziale und die ökologische Transformation gemeinsam mit aller Kraft vorantreiben, heißt es in der Erklärung der Klima-Allianz Deutschland, die am 15. September 2021 in Berlin verabschiedet wurde.

„Der ASB bringt sich in die Klimaschutzdebatte aus der Perspektive einer Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen aktiv ein, indem er einen Beitrag für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in allen Arbeitsfeldern leisten möchte. Denn es wird immer deutlicher, dass die Klimafrage vor allem auch eine soziale Frage ist", so Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller. Mehr zum Bündnis Klima-Allianz für Deutschland und den Zielen hier: Klima-Allianz für Deutschland

ASB unterstützt zehn Thesen für einen sozialen & ökologischen Neustart

40 Verbände und Organisationen aus dem Umwelt- und Sozialbereich haben zehn Thesen für einen sozialen und ökologischen Neustart veröffentlicht. Auch der ASB unterstützt den Aufruf für eine sozialökologische Transformation, der von Wohlfahrtsverbänden aus dem Kreis der KLIMA-Allianz initiiert wurde. „Ökologische und soziale Fragen lassen sich nicht trennen, sie sind Überlebens- und Gerechtigkeitsfragen,“ heißt es in dem Papier. Umweltkrise und soziale Krise lassen sich nur gemeinsam lösen.

ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller sagte anlässlich der Veröffentlichung des Aufrufs am 23. Juni 2022: „Wir müssen hier und jetzt handeln, um die Wucht und die Folgen des Klimawandels abzuschwächen. Verantwortung zu übernehmen, duldet keinen Aufschub. Der Klimaschutz braucht eine starke Allianz über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg. Deshalb ist das Bündnis von Umwelt- und Sozialverbänden, das sich für die sozialökologische Transformation einsetzt, so wichtig!“

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ASB beteiligt sich an bundesweitem Nachhaltigkeits-Modellprojekt

Der ASB in NRW ist wie alle anderen gesellschaftliche Akteure gefordert, nachhaltig zu handeln, um den voranschreitenden Klimawandel und die Umweltzerstörung einzudämmen und um die Weichen zu stellen, damit heutige und nachfolgenden Generationen in einer lebenswerten, selbstbestimmten und solidarischen Welt leben können. Die Politik muss für diesen komplexen Prozess die Rahmenbedingungen setzen, die Organisationen, Unternehmen und Individuen den notwendigen Wandel aktiv und mit Elan gestalten.

Der ASB NRW e.V. als Landesverband von zwanzig Regionalverbänden in Nordrhein-Westfalen und als Landesebene des ASB-Bundesverbandes sieht sich hier in einem interaktiven und intensiven Prozess, gerade auch als Impulsgeber und Berater. Die Samariter*innen verbessern kontinuierlich und mit Bedacht ihre Angebote, Hilfsleistungen und Arbeitsabläufe selbstverständlich auch unter Nachhaltigkeitsaspekten. Der ASB legt bei allen seinen Aktivitäten sein Augenmerk auf besonders riskierte Personen wie Ältere und Kranke, Menschen mit Behinderungen, Menschen in Armut und andere Gruppen: Sie dürfen nicht die Verlier*innen dieses Transformationsprozesses sein.

Durch die Teilnahme des ASB am Projekt "Klimaschutz in der Sozialen Arbeit stärken" des Paritätischen Gesamtverbandes kann der Verband in einem größeren überverbandlichen Zusammenhang weitere Erfahrungen bei der dringend notwenigen Reduzierung des CO2-Ausstoßes sammeln und andere Organisationen an seinem eigenen, bisher gesammelten Know-how partzipieren lassen. Das Projekt startete im Dezember 2021 und hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren. In diesem Zeitraum werden 40 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen dabei begleiten, ihren CO2-Fußabdruck zu analysieren, Möglichkeiten des betriebsinternen Klimaschutzes zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Analyse umfasst Bereiche wie Energieversorgung, E-Mobilität, Wärmedämmung, Müllvermeidung und Ernährung.

Für den ASB in NRW beteiligt sich der ASB Regionalverband Duisburg/Oberhausen e.V. am Projekt mit seinem ASB Pflege- und Begegnungszentrum am Annemarie-Renger-Weg 20 in 46047 Oberhausen. Der ASB NRW e.V. unterstützt den Regionalverband bei der Durchführung durch sein Referat für Nachhaltigkeit und eine finanzielle Projektförderung. Die laufenden Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Projekt werden allen ASB-Verbänden in NRW kontinuierlich zur Verfügung gestellt. Das Referat Nachhaltigkeit beim ASB NRW e.V. steht vermittelnd und beratend zur Seite. Ziel ist es, möglichst praxisnah und alltagstauglich die Regionalverbände beim Transformationsprozess zur Klimaneutralität zu begleiten.

Das Modellprojekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

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Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten

Der ASB möchte die Resilienz und praktische Fähigkeit der Bevölkerung zur Selbst- und Fremdhilfe in außergewöhnlichen Notlagen, etwa bei Überschwemmungen und Unwettern, steigern. So können Mitbürger*innen im Zivilschutzfall professionelle Hilfskräfte bis zu deren Eintreffen und darüber hinaus vor Ort unterstützen.

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Arbeiter-Samariter-Jugend für mehr Nachhaltigkeit

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind auch für die ASJ NRW wichtige Themen – ganz nach dem Motto „Erste Hilfe für unseren Planeten“! Unter diesem Slogan führen die Samariter*innen immer wieder Veranstaltugen zum Thema durch und möchten so auf die endlichen Ressourcen unseres Planeten aufmerksam machen.

Internetseite der ASJ NRW

Infos und Tipps für einen nachhaltigen Alltag

Viele Menschen möchten ihr Leben nachhaltiger gestalten, um die endlichen Ressourcen auf unserem Planeten zu schonen, Flora und Fauna zu erhalten und nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.

Auch wir Samariter*innen stellen usich dieser Herausforderung. In einem ständigen Prozess verbessern wir unsere Angebote und Hilfsleistungen und stellen diese immer wieder auf den „Nachhaltigkeitsprüfstand“.

In einer Broschüre haben wir Ihnen bewährte Tipps von Samariter*innen zusammengestellt, wie Sie – oftmals schon durch ganz einfache Maßnahmen – Ihren Alltag nachhaltiger gestalten und so die Umwelt schonen können. Vielleicht inspiriert Sie dieses Heft, einfach mal nachzuschauen, wo Potenziale für nachhaltiges Handeln in Ihrem persönlichen Umfeld sind.

Broschüre als PDF lesen

10 hilfreiche Tipps für heiße Tage

Hitzephasen, ausgelöst durch die weltweiten Klimaveränderungen, können nicht nur als belastend empfunden werden, sondern auch schwere gesundheitliche Folgen haben. Gerade auch für ältere Menschen und solche mit Atemwegs- oder Herzkreislauferkrankungen stellt andauernde Hitze eine Gefahr da. Damit Sie die hohen Temperaturen gesund überstehen, haben wir Ihnen eine Reihe von Tipps zusammengestellt.

Hier geht es zu unser Infoseite mit den Tipps!

Oder schauen Sie sich die Infos hier als PDF-Broschüre an (ca. 1 MB).

Patientenversorgung im Katastrophenschutz

Klimawandel und Katastrophenschutz

Dramatische Unwetterereignisse werden durch den Klimawandel immer häufiger: Der ASB sieht sich bei den Auswirkungen des Klimawandels als Helfer von Menschen in Notsituationen – etwa bei Überschwemmungen und bei Hitzeperioden – und als Ansprechpartner von Entscheider*innen in Kommunen, Politik und Wirtschaft. Der Verband freut sich über alle, die in Notsituationen mithelfen.

Infos zum ASB-Katastrophenschutz

Mitmachen beim ASB

Einsatzleiterin

ASB begrüßt Urteil zum Deutschen Klimaschutzgesetz

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat mit dem am 29. April 2021 veröffentlichten Urteilsspruch das Deutsche Klimaschutzgesetz, das von der Bundesregierung 2019 auf den Weg gebracht wurde, in Teilen für verfassungswidrig erklärt. Die Richter*innen haben dem Gesetzgeber bis Ende 2022 eine Frist gesetzt, um nachzubessern und dabei insbesondere die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 detailierter zu regeln.

Mit den geforderten Nachbesserungen sollen die Zukunfts- und Freiheitschancen junger Menschen und künftiger Generationen stärker berücksichtigt werden. Bezug nimmt das Gericht in seinem Urteil auf Artikel 20a des Grundgesetzes: "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

„Mit dem Urteil hat das Bundesverfassungsgericht klar gemacht, das Klimaschutz ein generationenübergreifendes, vorausschauendes und an Nachhaltigkeit orientiertes Handeln erfordert. Die Zukunftschancen junger Menschen dürfen durch unentschlossenes und am Status quo orientiertes Agieren nicht noch weiter riskiert werden. Der ASB sieht bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Förderung von nachhaltigem Handeln alle Menschen gefordert, ob regional oder international, ob jung oder alt. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe, vor der sich niemand mehr wegducken kann“, so Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V.

Pressemitteilung des ASB NRW vom 29.04.2021

ASB-Fachveranstaltung zu den Herausforderungen des Klimawandels

Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderung für alle Menschen auf unserem Planeten. Die globalen klimatischen Veränderungen mit ihren hochkomplexen Wechselwirkungen schreiten weiter voran und haben einen nachhaltigen Einfluss auf alle sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereiche.

Diese Veränderungen zwingen uns zum Handeln, etwa durch die Förderung von klimafreundlichen Technologien und von nachhaltigem Handeln, vor allem auf industrieller Ebene und beim Konsumverhalten. Es liegt – noch! – in unserer Hand, ob nachfolgende Generationen eine lebenswerte Umwelt mit einer noch einigermaßen vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt vorfinden werden.

Der Arbeiter-Samariter-Bund sieht sich bei den Auswirkungen des Klimawandels zum einen als Helfer von Menschen in Notsituationen, etwa bei Überschwemmungen und bei Hitzeperioden. Zum anderen kommt ihm als große Hilfsorganisation die Rolle als Ansprechpartner und Berater von Entscheidern in Politik und Wirtschaft zu. Auch legt er das Augenmerk auf ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Agieren.

Die Ansatzpunkte und Herausforderungen durch den Klimawandel sind bei einer Organisation mit bundesweit 50.000 Mitarbeiter*innen und vielen Hunderttausend Kund*innen mannigfaltig. Dabei befinden wir uns als Menschheit in einer hoch dynamischen Situation: Plötzliche Großschadensereignisse, neue Technologien, gesetzliche Rahmenbedingungen und weitere Faktoren können zu neuen Handlungsstrategien führen. Konzepte und Handlungsempfehlungen müssen deshalb zukunftsorientiert und flexibel sein. Hier ist auch der ASB gefordert, etwa im Katastrophenschutz und in der Pflege.

Bei einer Fachveranstaltung im Dezember 2019 hat der ASB den großen thematischen Bogen geschlagen: Neben überaus interessanten Ergebnissen wurden aber auch viele Fragen aufgeworfen – für so ein komplexes Thema unausweichlich!

Den Nachbericht zur Veranstaltung können Sie hier als PDF lesen.

ASJ NRW unterstützt die Volksinitiative Artenvielfalt

Der dramatische Rückgang vieler Insekten-​, Vogel-​ und Pflanzenarten ist besorgniserregend. Wissenschafter*innen gehen heute davon aus, dass etwa 45 Prozent der Arten in NRW vom Aussterben bedroht sind. Wir finden: Hier gilt es, schnell umzusteuern. 

Darum hat auch die ASJ NRW gemeinsam mit vielen anderen Engagierten fleißig Unterschriften für die Volksinitiative Artenvielfalt gesammelt, damit sich die Politiker*innen im Landtag gezielt mit den wichtigen Forderungen der Aktion auseinandersetzen. Gestartet wurde die Aktion von den drei großen NRW-​Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Konkret fordert die Volksinitiative Artenvielfalt einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung, die Ausweitung des Biotopverbundes und die Ausweisung eines Nationalparks Senne. Sie setzt sich außerdem für die Ausweitung des ökologischen Landbaus und ein Verbot chemisch-​synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten ein sowie für den wirksamen Schutz von Gewässern und Auen.

Internetseite der ASJ NRW

„Gesellschaft und Nachhaltigkeit“ im Rahmen der FSJ/BFD-Wahlseminare

In der ASB-Landesschule NRW, der Bildungseinrichtung des ASB NRW e.V., werden für Absolvent*innen eines FSJ oder BFD auch Wahlseminare zum Thema Nachhaltigkeit angeboten.

So ein Seminar fand etwa im Juni 2021 statt. Die fünftägige Schulung startete mit einem Brainstorming, was denn die Teilnehmer*innen mit dem Thema in Verbindung bringen. Anschließend wurde eine gemeinsame Definition erarbeitet, welche dann mit der Definition der Vereinten Nationen (UN) abgeglichen wurden. Auch die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN wurden vorgestellt.

Am zweiten Tag konnte die Seminargruppe zwei Referentinnen der Organisation „Mensch-Tier-Bildung“ begrüßen, die sich mit industrieller Tierhaltung beschäftigt. Hier ging es insbesondere um Rinderhaltung und welchen Einfluss diese auf das Klima hat. Auch ethische Aspekte wurden beleuchtet. Der darauffolgende Tag stand dann unter dem Thema „Stadt der Zukunft“. Die Teilnehmer*innen waren aufgefordert, jeweils sich ein reales Nachhaltigkeits-Projekt zu erarbeiten und zu präsentieren. Zudem gab es einen Fotowettbewerb: Es sollten Fotos von Dingen gemacht werden, die das Thema Nachhaltigkeit illustrieren. Am vorletzten Tag war als Referent Philipp Walter zu Gast. Er führt mit seiner Lebensgefährtin den Blog "einfachleben.blog" und sprach mit den Teilnehmer*innen über Müll und den Umgang der Gesellschaft damit. Abgeschlossen wurde die Woche mit einem Film, der konkrete Handlungsmöglichkeiten vorstellte und zu intensiven Diskussionen führte. Von den Seminarteilnehmer*innen wurde die Woche als lehrreich und informativ, aber auch als nachdenklich stimmend aufgenommen.

Internetseite der ASB-Landesschule NRW mit Infos zum FSJ/BFD

Konsequente sozial-ökologische Transformation gefordert

Mit einer Neun-Schritte-Zukunftsagenda haben der Paritätische Gesamtverband, bei dem der ASB Mitglied ist, und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes 2021 ein politisches Programm für den konsequenten Aufbruch in eine ökologisch und sozial gerechte Republik vorgelegt. Ein echter gesellschaftlicher Umbau ist nur möglich, wenn man ökologischen Umbau, Naturschutz, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen denkt. Beide Verbände fordern ein entschlossenes Umsteuern der Politik, um unter anderem das 1,5 Grad-Klimaziel zu erreichen, sowie flankierende Maßnahmen für soziale Sicherheit und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. In ihrer detaillierten „Zukunftsagenda für die Vielen“ sprechen sich die Verbände etwa für eine Anhebung des CO2-Preises auf zunächst 50 Euro pro Tonne aus bei voller Rückgabe an die Bevölkerung über einen Pro-Kopf-Ökobonus.

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Klimaschutz in der Freien Wohlfahrtspflege fördern

Was benötigen soziale Einrichtungen und Dienste, damit sie Maßnahmen des Klimaschutzes umsetzen können? Wie müssen die Rahmenbedingungen gesetzt werden? Unter anderem auf Grundlage einer Umfrage unter Paritätischen Mitgliedsorganisationen hat der Paritätische Gesamtverband Forderungen an die Politik formuliert und diese als Positionspapier gemeinsam mit allen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege veröffentlicht. Auch der ASB ist Mitglied im Paritätischen.

Die Freie Wohlfahrtspflege nimmt ihre Verantwortung bei der Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse und der Entwicklung von Zukunftsperspektiven engagiert wahr. Bei der Bewältigung der Klimakrise spielt sie in mindestens dreierlei Hinsicht eine wichtige Rolle:

  • Mit ihren über 100.000 Einrichtungen und Diensten kann sie einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und damit zum Erreichen der deutschen Klimaziele leisten.
  • Eine perspektivisch treibhausgasneutrale Freie Wohlfahrtspflege ermöglicht es ihren Klient/innen, selbst klimafreundlich zu leben und Teil der sozial-ökologischen Transformation zu sein.
  • Die Freie Wohlfahrtspflege stellt eine wichtige Schnittstelle in die Gesellschaft dar und kann auf diesem Wege neue Zielgruppen erreichen und sie für den Klimaschutz gewinnen.

Ganzes Positionspapier lesen (PDF)

Forderungen für eine sozial-ökologische Wohn- und Bauwende

Der Paritätische Gesamtverband, dem der ASB angehört, der BUND, die Deutsche Umwelthilfe, der Sozialverband VdK, der Deutsche Mieterbund und weitere Organisationen haben im Januar 2022 Forderungen für eine sozial-ökologische Wohn- und Bauwende veröffentlicht:

In dem Papier „Wir brauchen eine sozial-ökologische Wohn- und Bauwende“ sprechen sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Paritätische Gesamtverband, die Deutsche Umwelthilfe, der Sozialverband VdK, der Deutsche Mieterbund und weitere Organisationen für eine sozial-ökologische Strategie aus, die Mieter*innenschutz, Ressourcenschutz, sozial-ökologisches Sanieren und Bauen, leistbares Wohnen für alle Menschen, Flächenschutz und Bekämpfung von sozialer Ungleichheit auf dem Wohnungsmarkt konsequent zusammendenkt.

Zentrale Bestandteile einer sozial und ökologisch gedachten Wohnungs- und Baupolitik sind u.a.

  • Mieter*innen haben ein Anrecht auf genug bezahlbaren, ökologischen und sicheren Wohnraum. Die Politik muss dieses Anrecht gewährleisten. Wohnraum muss gemeinwohlorientiert verwaltet und geplant werden. Dazu bedarf es u.a. der Einführung der Wohnungsgemeinnützigkeit und eines effektiven Mietendeckels.
  • Bestehende Gebäude müssen, unter Beachtung der Bezahlbarkeit für Mieter*innen, klima- und ressourcenfreundlich werden. Es darf nur so wenig und so sozial-ökologischen Neubau wie möglich geben.
  • Modernisierung und Umnutzung von Gebäuden ist meist dem Abriss vorzuziehen. Bei einem Abriss und Neubau werden immer wertvolle und schwindende Ressourcen sowie Energie verschwendet. Um zu bewerten, wann eine Modernisierung, eine Umnutzung, ein Abriss oder ein Neubau wirklich sinnvoll ist, müssen Ökobilanzen über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude erstellt werden.
  • Bestehende Gebäude müssen sozial-ökologisch modernisiert werden, ohne Mieter*innen zu belasten (warmmietenneutral).
  • Es braucht eine ökologisch und sozial gerechte langfristige Strategie zur ökologischen Modernisierung von Gebäuden, mit der das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands deutlich vor 2045 erreicht wird. Dazu gehören ehrgeizigere ordnungsrechtliche Vorgaben für Gebäudeeigentümer*innen, kombiniert mit umfangreichen, zielgerichteten und verstetigten Förderprogrammen und den beschriebenen mietrechtlichen Neuregelungen. Priorität erhalten Gebäude der schlechtesten Energieeffizienzklasse.

Die Forderungen im Detail hier als PDF

Historisches Fundstück: elektrisch mobil beim ASB vor 100 Jahren

E-Mobilität ist kein aktuelles Phänomen, die Ursprünge dieser Antriebsart liegen bereits im 19. Jahrhundert. Die mit Batterie betrieben Fahrzeuge machten damals den Verbrennungsmotoren sogar ernsthafte Konkurrenz. So waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sogenannte Elektrokarren weit bereitet, unter anderem im Zustelldienst der Post. Wie das Archiv des ASB Deutschland zu berichten weiß, hatte auch die ASB-Bundesgeschäftsstelle in den 1920/30er-Jahren, damals noch in Chemnitz beheimatet, ein solches Fahrzeug: Vom ASB-Elektrokarren der Marke AEG ist sogar ein Foto überliefert.
Quelle: ASB-Archiv

ASB-Mitarbeitendenportal RITA

Im ASB-Mitarbeitendenportal RITA können alle Samariter*innen aus NRW im internen Bereich (Space) "NRW-Nachhaltigkeit" aktuelle Infos zum Thema abrufen und sich austauschen. RITA (Anmeldung/Registrierung)

Ansprechpartner*in

Frank HoyerLeitung Referat Diversität und Nachhaltigkeit

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221-949707-21
0221-949707-19
hoyer(at)asb-nrw.de