ASB Witten und Notfallseelsorge starten Ausbildung

ASB Witten und Notfallseelsorge Witten: Gemeinsame Ausbildung für Notfallseelsorge und Krisenintervention

Eine gemeinsame Ausbildung für neue ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in Notfallseelsorge und Krisenintervention haben jetzt der ASB Kreisverband Witten und die Notfallseelsorge Witten gestartet.

In knapp hundert Stunden werden die Teilnehmenden in „Psychosozialer Notfallversorgung“ (PSNV) ausgebildet. Damit können sie dann in den Bereitschaftsdiensten der Notfallseelsorge im EnnepeRuhr-Kreis mitarbeiten.

Die PSNV in ihre eigenen Angebote zu integrieren, ist ein starkes Interesse des ASB. Kirsten Schäfer, Geschäftsführerin des Kreisverbands: „Unsere Rettungsdienstmitarbeiter haben ja nicht nur mit den körperlichen Verletzungen zu tun, sondern auch mit der psychischen Belastung bei Betroffenen und Angehörigen. Aber auch für unsere Betreuungskomponente der Katastrophenschutzeinheit ist die PSNV zwingend erforderlich.“ Christoph Palmert, der den Kurs initiiert hat, ergänzt: „In den letzten Jahren ist diese Perspektive immer mehr in das Blickfeld der Rettungsdienste getreten. Deshalb wollen wir dafür eine eigene Gruppe von Mitarbeitern qualifizieren.“

Julia Holtz, Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Hattingen-Witten, freut sich über die gemeinsame Ausbildung: „Auf diese Weise gewinnen auch wir neue Menschen und Kompetenzen für unsere Notfallseelsorge-Systeme im EN-Kreis. Das ist eine echte Win-Win-Situation!“ Seit fast dreißig Jahren unterhält die Notfallseelsorge 24-Stunden-Rufbereitschaften, die jederzeit von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst nachalarmiert werden können, wenn z.B. Angehörige zu betreuen, Todesnachrichten zu überbringen oder bei größeren Einsätzen unverletzte Beteiligte zu unterstützen sind. Die Notfallseelsorge wurde 2019 allein in Witten zu 86 Einsätzen hinzugerufen. Auch in den anderen Städten des EN-Kreises ist die Notfallseelsorge zuverlässig alarmierbar.

Wegen der Corona-Situation ist die Teilnehmerzahl des Kurses, der bis zum November dauert, stark begrenzt. Zu den Teilnehmenden gehören Psychologie-Studentinnen, Mitarbeiterinnen des ASB, eine Notfallsanitäterin und ein Wirtschaftsfachmann. Der Kurs findet beim ASB statt und wird von Christoph Palmert und Oliver Gengenbach, Pfarrer, Initiator und Leiter der Notfallseelsorge Hattingen und Witten, durchgeführt. Ein Psychologe des Krankenhauses Witten-Herdecke, der landeskirchliche Pfarrer für die Notfallseelsorge in der Region Hellweg, ein Gruppenführer der Katastrophenschutzeinheit des ASB Witten und eine Juristin beteiligen sich als Referenten.

Dass eine Rettungsorganisation und die kirchlich getragene Notfallseelsorge gemeinsam ausbilden, ist in Nordrhein-Westfalen einzigartig. „Wir können so unsere Möglichkeiten und Kompetenzen zusammen nutzen und profitieren gegenseitig“, sagen übereinstimmend Christoph Palmert und Oliver Gengenbach.

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