Fachtagung zur Kinderarmut in Dortmund

Bei der Fachtagung zum Thema Kinderarmut, Kinderrechte und Chancengerechtigkeit beteiligten sich ASB und ASJ mit einem erfolgreichen Workshop.

ASJKinder- und JugendhilfeTeilhabeNRW

Die AWO Dortmund lud am 16.08.2022 zu der Fachtagung „Kinderarmut bekämpfen – Kinderrechte stärken – Chancengerechtigkeit herstellen“ ein. Diese fand im Rahmen des „Djelem Djelem“ Kunst- und Kulturfestivals von Rom*nja und Sinti*zze statt, welches nun zum neunten Mal in Dortmund veranstaltet wird.

Auch Daniela Ernst (Referentin für Kinder- und Jungenhilfe) und Patricia Sanchez (Projektreferentin für rassismuskritische Jugendverbandsarbeit) waren eingeladen, um am Nachmittag einen Workshop zum Thema Kinderarmut zu geben. Die Fachkräfte aus unterschiedlichen sozialpädagogischen Einrichtungen sollten sich im Rahmen dieses Workshops mit dem Thema armutssensibles pädagogisches Arbeiten befassen und sich zunächst mithilfe eines Selbstreflexionsbogens ihrer eigenen Haltung bewusst werden. Die Teilnehmenden erarbeiteten daraufhin gemeinsam Handlungsempfehlungen, welche sie bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützen und einen vorurteilsbewussten Umgang mit Kinderarmut stärken sollten. Im Anschluss identifizierten die Teilnehmenden unterschiedliche Bedarfe auf persönlicher, Träger*innen und politischer Ebene, die mit einem armuts- und diskriminierungssensiblen Arbeiten einhergehen.

Am Vormittag hatten zwei Vortragende den Auftakt gemacht. Die Professorin für Sozialpolitik an der Hochschule Düsseldorf, Prof. Dr. Silke Tophoven, befasste sich in ihrem Vortrag mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in Armutslagen und nahm Bezug auf kommunale und kinderrechtliche Aspekte und richtete hierbei den Blick auf Dortmund. Im Anschluss gab die Vorsitzende und Mitbegründerin von save space e.V. und deutsche Sintiza, Roxanna-Lorraine Witt, einen Einblick in die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen ihrer Community, die auch weiterhin von Rassismus, struktureller Benachteiligung und Armut betroffen sind.

Es ist besonders wichtig, den Blick für Mehrfachdiskriminierungen zu öffnen, um sowohl Kinderarmut zusammen mit anderen Diskriminierungsformen zu betrachten als auch eine rassismuskritische Jugendverbandsarbeit zu stärken. Damit neue Zugänge geschaffen werden und sich alle Kinder und Jugendliche angesprochen fühlen, muss der Fokus auf Empowerment und Sichtbarkeit von BIPoC gelegt werden. Daher freuen wir uns umso mehr, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, im Rahmen des „Djelem Djelem“ Festivals, unterschiedliche Perspektiven von Rom*nja und Sinti*zze zu hören. 

Wir sind sehr dankbar, dass wir Teil eines so spannenden Fachtags sein durften und freuen uns, dass wir uns gemeinsam mit vielen anderen Träger*innen und Verbänden auf den Weg machen, uns mit Themen wie Kinderarmut auseinanderzusetzen, um diskriminierungssensibler und diversitätsorientierter zu arbeiten.

 

Ansprechpartner*in

Daniela ErnstReferentin für Kinder- und Jugendhilfe

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221 949707-23
ernst(at)asb-nrw.de

Patricia SanchezProjektreferentin für rassismuskritische Jugendverbandsarbeit

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221 949707-25
0160 5029882
sanchez(at)asb-nrw.de