FSJ-BFD-Seminar in digitaler Form findet großen Anklang

Die ASB-Landesschule NRW führte erstmals ein Abschluss-Seminar rein virtuell durch.

Im Juni 2020 trafen sich die Freiwilligen zum ersten online-basierten Abschlussseminar der ASB-Landesschule NRW. Alle Teilnehmenden mussten sich zunächst einmal mit dieser neuen Art der Seminardurchführung vertraut machen. Nachdem sich die Seminarleitung für ein Videokonferenzsystem entschieden hatte, wurden zunächst grundlegende Fragen geklärt: Wie läuft das mit der Kommunikation online, welche Möglichkeiten bieten die verschiedenen interaktiven Programme und wie können wir sie nutzen?

Die Teilnehmenden waren dieser, der Corona-Pandemie geschuldeten neuen Situation gegenüber sehr aufgeschlossen und stellten schon am ersten Tag fest, dass durchaus „was geht“ in einem Online-Seminar ... auch wenn man sich nicht direkt begegnet wie in einem Präsenzseminar. Schon die Kennenlernrunde, in der man in Kleingruppen persönliche Eindrücke voneinander bekam, machte Spaß. Als nächstes stand eine kleine Fotosafari an: Die jungen Leute sollten drei Fotos machen und konnten so ihren Arbeitsplatz vor dem Rechner verlassen und in der realen Welt einer Aufgabe nachgehen. Die Fotos wurden nachher in gemeinsamer Runde angeschaut, wobei sie von den jeweiligen Fotograf*innen kommentiert wurden. Auch dies ermöglichte wieder einen Einblick in die persönlichen Lebensrealitäten.

Ein Teil des Seminares reflekierte auch den Freiwilligendienst: Wie war das Jahr als Freiwillige*r, was wurde erlebt, woran war man gewachsen, wie geht es jetzt weiter? Da der Spaßfaktor in einem Abschlussseminar nicht zu kurz kommen sollte, wurde online auch eine Kriminalgeschichte gelöst. Abends gab es dann das „virtuelle Lagerfeuer“: eine Whatsapp-Gruppe wurde eingerichtet und ein bis zwei Nachrichten mit Foto in den Chat gestellt und mitgeteilt, wo man gerade ist und was man gerade macht. Am darauf folgenden Tag stand eine virtuelle Paris-Führung durch das Künstlerviertel Montmartre an: Online wurden die Teilnehmenden von einer realen Stadtführerin namens Soléne, die per Video zugeschalten war, durch das Viertel geführt. Ergänzend wurden kleine Filme und Fotos eingespielt, die das Pariser Lebensgefühl eindrücklich illustrierten. Zum Ausklang der gemeinsamen Seminarwoche wurde wieder in Kleingruppen eine kreative Aufgabe gelöst, die zum Ziel hatte, den anderen vor dem Bildschirm ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern und sich so aus der Seminarwoche zu verabschieden.

Am Ende zogen nicht nur die FSJler*innen und BFD*lerinnen eine überaus positive Bilanz ihrer digitalen Seminarwoche, sondern auch die ASB-Landeschule NRW als Veranstalter: Mit den richtigen Web-Tools, vielen kreativen Ideen und einem pädagogisch ausgefeilten Seminarkonzept geht auch in Corona-Zeiten "so einiges"!