Virtual Reality beim ASB in NRW Eintauchen in die Welt pädagogischer Berufe

Kinder- und Jugendhilfe: Starke Berufsfelder

Der ASB in NRW engagiert sich in vielen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Wir bieten Kindertagesbetreuung, schulbezogene Sozialarbeit, Angebote in Jugendhäusern und offene Jugendverbandsarbeit. In unseren Familienzentren findet Beratung statt und es gibt zahlreiche Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Viele Einrichtungen arbeiten auch integrativ, an vielen Standorten gibt es auch interkulturelle Angebote.

Mehr über unsere Kinder- und Jugendhilfe

Warum VR beim ASB?

Der ASB NRW e.V. unterstützt seine Regionalverbände und deren Einrichtungen, insbesondere auch bei der Umsetzung von Maßnahmen der Digitalisierung. Durch die Bündelung von Maßnahmen können gemeinsam Digitalisierungsprojekte durchgeführt werden, bei denen ethische und moralische Aspekte ernstgenommen und in die Umsetzung einbezogen werden. So hat der Landesverband seine Digitalisierungsstrategie iterativ gemeinsam mit den Regionalverbänden erarbeitet. Auch bei der Umsetzung von Maßnahmen werden die Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen in den verschiedenen Hierarchieebenen einbezogen und beteiligt.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Mitarbeitende in pädagogischen Berufen zu den systemrelevanten Berufsgruppen gehören. Die qualitativ hochwertige Betreuung von Kindern und die Sicherstellung von Notbetreuung ist ein wesentlicher Faktor in Krisenzeiten. Dabei sind die Fachkräfte oft besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt. Sichtbar geworden ist aber auch, dass zahlreiche Mitarbeiter*innen in den entsprechenden Berufsfeldern zu einer der Risikogruppen gehören, die im Fall einer Infektion mit dem Sars-Cov2-Virus von besonders schweren Verläufen betroffen sind. Daher entsteht in diesen Berufsfeldern ein erhöhter Personalbedarf.

Corona-Einschränkungen kreativ überwinden

Darüber hinaus können viele der Informationsveranstaltungen, die normalerweise zur Aufklärung über die Berufsfelder genutzt werden, aufgrund der Corona-Pandemie auf absehbare Zeit nicht oder nur stark eingeschränkt stattfinden. Auch die betreffenden Einrichtungen können aufgrund von Hygienemaßnahmen und weiteren Beschränkungen nur bedingt aufgesucht und für Informationsveranstaltungen o.ä. genutzt werden. Berufsbildende Schulen legen ihren Schwerpunkt – verständlicherweise – auf die Vermittlung von Inhalten, außerschulische Aktivitäten und Praktika sind gerade im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe stark eingeschränkt.

Daher müssen digitale Lösungen gefunden werden, um derzeit verloren gegangene Präsenz-Aktivitäten möglichst nahtlos zu ersetzen und auch unabhängig von Corona prinzipiell neue Kommunikationskanäle aufzubauen.

Die aktuelle Ausbildungslage zeigt, dass viele Ausbildungsstellen und offene Stellen im sozial-pädagogischen Arbeitsumfeld unbesetzt bleiben. Junge Menschen sind durch die Coronakrise verunsichert und konnten keine direkten Eindrücke in den Einrichtungen bekommen. Die Berufsberatung in Schulen konnte in diesem Jahr nicht stattfinden und dies zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Durch ein ansprechendes virtuelles und digitales Angebot können Irritationen und Wissensdefizite abgebaut und die Attraktivität des Berufsfeldes erhöht werden. Insbesondere gilt es, auch im digitalen Raum hautnahe Erlebnisse und intensive und emotionale Begegnungen mit den Berufsbildern zu ermöglichen.

Ansprache und Information im virtuellen Raum

Die große Mehrheit der anzusprechenden Zielgruppe ist heute im virtuellen Raum anzutreffen, interessiert sich jedoch nur bedingt für die Darstellung auf klassischen Websites. Diese ermöglichen zudem einen nur wenig attraktiven interaktiven Informationsaustausch. Um sich für ein Berufsbild zu begeistern, braucht es jedoch mehr als Wissensvermittlung. Für eine Entscheidung benötigen junge Menschen darüber hinaus möglichst realitätsnahe Erfahrungen, Austausch mit Menschen in diesem Beruf und das Kennenlernen möglicher Arbeitsfelder. Diese werden durch die Vorstellung der Berufe durch VR-Anwendungen erleichtert.

VR bietet die Möglichkeit, in eine Situation einzutauchen, sie auf verschiedenen visuellen, auditiven und emotionalen Ebenen kennenzulernen und durch interaktive Elemente relevante Informationen von persönlichen Ansprechpartner*innen zu vermitteln. Arbeit wird digitaler und somit vielseitiger und einfache Arbeitsprozesse lassen sich durch Digitalisierung vereinfachen und benötigen somit weniger Ressourcen. Dies zeigt den jungen Menschen zusätzlich, dass pädagogische Berufe ebenfalls attraktiver werden.

Vier Berufsbilder lebensnah kennenlernen

Der ASB NRW e.V. möchte mit der Entwicklung von VR-Anwendungen Berufsfelder der Kinder- und Jugendhilfe möglichst lebensnah und realistisch darstellen und dadurch vermitteln, was es bedeutet, in einem der vier ausgewählten Bereiche tätig zu werden. Vorgestellt werden die Berufe

  • Staatlich geprüfte Erzieher*in
  • Sozialpädagog*in im Jugendhaus
  • Berater*in in der Familienhilfe
  • Inklusionshelfer*in

Mittels Virtual Reality (VR) können Interessierte nicht nur Informationen zum Berufsfeld bekommen, sondern auch Einrichtungen besser und vor allem plastischer kennenlernen. Erfahrene Kolleg*innen vermitteln Inhalte aus dem Berufsalltag und ermöglichen es so, (geografische, organisatorische oder pandemie-bedingte) Barrieren zu überschreiten.

Die VR-Anwendungen können nach der Fertigstellung sowohl auf den eigenen Headsets als auch – z.B. bei (Outdoor-) Veranstaltungen oder bei Informationsveranstaltungen in Schulen – mit ausleihbaren Headsets des ASB als 360°-Anwendungen in 2D angeschaut werden.

Jetzt schon für die Nutzung registrieren lassen!

Die Fertigstellung der Anwendung ist für den Sommer 2021 geplant. Interessierte können sich schon jetzt für die Nutzung vormerken lassen unter finis(at)asb-nrw.de

Dieses Projekt wird umgesetzt dank der Unterstützung aus dem Sonderprogramms „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“ der Stiftung Wohlfartspflege NRW.

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